Und so ist das mit mir und meinem Freiwilligendienst in Sri Lanka.
Ich bin nicht daür gemacht zuzusehen, wie die Kinder und Frauen hier behandielt werden. Ich kann einfach nicht tolerieren wie Kinder geschlagen werden und ich kann auch nicht einfach meinen Mund halten wenn Kinder in ihren Betten liegen und nach Luft schnappen, weil ihre Lungen so verschleimt sind. Ich will nicht akzeptieren, dass ein 10 Wochen altes Baby angeblich selbst seine Flasche halten muss und ich sehe es nicht ein, ein Kind, das den ganzen Tag gebrochen hat mit Brei vollzustopfen bis es nicht mehr bricht.
Und vor Allem kann ich nicht verstehen, warum es einfach so toleriert wird, dass Personal von Freiwilligen stiehlt (jetzt wurde einer Freiwilligen auch noch Geld gestohlen) und dass dann den Freiwilligen, die sich darüber beschweren mit dem Rauswurf gedroht wird.
Diese fünf Wochen in Sri Lanka haben mich körperlich und seelisch mehr mitgenommen als irgendwas je zuvor. Wenn man wegen der Hitze, den Ratten die unter dem Bett rascheln und der Sorgen um die Kleinen nachts so gut wie nicht schläft, wenn man wegen der vielen Abgasen in der Luft schlecht atmens anstarrn kann, wenn man durchschnittlich 25 Windeln am Tag wechselt, eine Horde Kleinkinder über einen herfällt, man in der Schule 14-Jährige Schwergewichte rumträgt, mit schreienden Babys den Gang auf und abläuft und nach der Arbeit das Erbrochene und die Ausscheidungen der Kinder per Handwäsche aus den Kleidern waschen muss, macht das einen fertig.Hinzu kommen dann noch die Steine, die einem die Gesellschafthier in den Weg
legt: Man muss immer Schultern und Knie bedeckt halten, damit die Autos an der Straße nicht anhalten um einen anzustarren. Obwohl, das wird trotzdem gemacht.
Auf dem 15-minütigen Fußweg in die Stadt muss man immer mit mindestens 5 Autos voller singahlesicher Männer rechnen, die die Fenster runterkurbeln um: "Hallo, young white madame!" zu rufen und ihre Zungen zu zeigen. Im Bus wird man nicht nur angegafft, sondern auch oft angetatscht. Nichts toppt wohl den ersten Tag im Bus, als ein junger Singhalese uns anstarrte und doch dann tatsächlich vor uns seinen Penis auspackte.
Als Weißer ist man ein wandelnder Dollarschein, man weiß nie wer einem nur etwas verkauen will und wer einfach nur nett ist. Ich habe aber leider keinen Einheimischen getroffen, der einfach nur nett war. Wenn man sich mit jemandem unterhält muss man immer befürchten, dass man gleich Geld bezahlen muss oder man verfolgt wird.
Auch mein Gastvater nimmt nicht aus Nächstenliebe Freiwillge auf und vermittelt diese in Projekte. Er verdient mit der ganzenn Sache sein Geld und das wars. Er bekommt Geld für dreckige, fensterlose Kammern voller Getiers und Ratten.
Unterstützung kam uns ziemlich wenig zu. Als Vera und ich weinend nach Hause kamen, weil wir gesehen hatte, wie ein Kind abgegeben wurde (der Vater musste seine 3-jährige Tochter und seine anderen 3 Kinder getrennt abgeben, weil seine Frau weggelaufen war), meinte Michael nur, man solle die Mutter suchen und sie zwingen, die Kinder zu nehmen, der Vater wäre bestimmt an allem selbst schuld und sie hätten nie Kinder bekommen sollen.
Als wir mit ihm darüber sprechen wollten wie sehr uns die Situation mit den Mitarbeiterinnen im Heim belastet meinter ur, wir seien nicht da um etwas zu verändern, sondern um unter den Bedingungen und Anweisungen der Leiterin zu arbeiten. Sehr nett...
Es ist keine einfache Entscheiung gewesen, Sri Lanka früher zu verlassen, aber die richtige. Nach drei Monaten, die genauso gewesen wären wie die fünf Wochen wäre ich ein absolutes Wrack gewesen.
Doch meine Zeit war nicht nur schlecht, ich habe vieles gelernt und erlebt. Ich freue mich nun über alles, was zuvor so selbstverständlich war, ich bin wesentlich ruhiger und rege mich nicht mehr über irgendwelche nichtigen Dinge auf. Die sechs Stunden Verspätung meines Fluges und das Verpassen meines Zuges konnten mich nicht aus der Ruhe bringen. Denn das ist definitiv ein Luxusproblem.
Der Flughafen in Colombo war der einzige Ort, an dem ich mich in Sri Lanka richtig sicher gefühlt habe und gerne bleiben wollte.
Man erkannt am Schlater am Fluhafen gleich die Deutschen: Shorts, Sandalen mit Socken und die erste Frage:" Ja bekommen wir denn dann jetzt gleich etwas zu Essen ?"
Ich vermisse die Kinder wie verrückt und denke ständig an sie. Es tut mir so Leid für die Kleinen, aber es sind ja noch andere da..
Vera, die noch eine weitere Woche bei Michael und seiner Familie gelebt und im Waisenhaus gelebt hat, hat mit eine Naricht geschrieben, dass die Leiterin nun völig durchdreht.
Irgendwie hat sie erfahren, dass Vera von einer Gruppe Engländer 8000 Rupees für Windeln bekommen hat. Dieses Geld haben Vera und ich noch am selben Tag in Windeln und Tücher investiert. Die Leiterin hat nun aber Vera beschuldigt, sie habe das Geld selbst genommen und nie Windeln gekauft. Irgendwann ist das Maß echt voll...
Nun bin ich wieder hier in Deutschland, freue mich wie ein kleines Kind über Käse, Kaffee, ein Bett ohne Bettwanzen und Kakerlaken und warmesungechlortes Wasser...
Montag, 23. Mai 2011
Sonntag, 8. Mai 2011
Das Kinderheim
Ich gehe ja jetzt nur noch am Nachmittag ins Kinderheim. Aber selbst in den drei Stunden könnte ich das Personal unentwegt anschreien und wegen der Kinder weinen.
Besonders heftig ist es immer wenn ein neues Baby kommt. Am Dienstag saßen Vera und ich mit unserem lunch draußen, als eine alte Frau mit einem winzig kleinen Bündel Baby mit einer riesigen Wollmütze zum Waisenhaus kam. Hinter ihr lief eine ausgemergelte junge Frau, die eine Plastiktüte trug.
Die Oma hat dann draußen mit dem Baby gewartet und die junge Frau ist mit rein zur Leiterin.
Die junge Frau kam wieder raus und stillte dann mit Tränen in den Augen, die Oma konnte sich auch nur gerade so zusammenreißen.
Die Leiterin kam und erzählte uns, dass die Frau vergewaltigt wurde und das Kind nun abgeben muss.
In der Gesellschaft hier wird die Frau dafür verantwortlich gemacht, dass sie vergewaltigt wurde.Das heißt sie muss das Kind abgeben, weil sie fortan geächtet ist.
Selbst wenn diese Frau ihr Kind hätte behalten wollen und es einfach als ihr eigenes ausgegeben hätte, ist sie immer noch unverheiratet mit Kind, ein absolutes No-Go hier und zweitens ist das Baby weiß, so weiß wie ich bevor ich hier her kam. Wie das kommt können wir uns ja alle denken.
Als ob die ganze Sache nicht schon schlimm genug wäre ist die Mutter taubstumm. In Gebärdensprache hat sie uns, soweit ich das richtig gedeutet habe, gebeten aufzupassen, dass es der Kleinen gut geht und sie nicht so viel weint.
Da wurde die Kleine genommen und nach drinnen gebracht. Und nun liegt sie da, in ihrem Bettchen, mit mittlerweile 15 Lebenstagen und weiß Gott sei Dank noch nicht was ihr lüht. Wenigstens hat sie sehr gute Chancen adoptiert zu werden, da Singhalesen weiße Kinder lieben.
Die Nachmittage sind im Moment nicht ohne. Vera und ich waren die ganze Woche alleine, bzw. an einem Tag war ich sogar ganz alleine.
Rein statistisch schreien mittags von den vierzig Kindern immer 5, 5 brauchen eine neue Windel, 2 sind krank und 2 sind wach und schlagen ihre Köpfe gegen das Gitter oder bewegen sich die ganze Zeit vor und zurück, wie ein gefangenes Tier.
Währenddessen sitzen 8 Mitarbeiterinnen rum und machen,naja nichts. Wenn sie was tun ist es einfach sinnlos. Man füttert gerade ein Baby, das will nicht mehr essen, dann setzt man es auf. Dann kommen die und drücken das Kind wieder runter und stecken ihm die Flasche in den Mund...
Der kleine Suannka hat den ganzen Tag gekotzt. Vera sagt, sie solen ihm besser keine neue Milch geben und was machen sie stecken ihm die Flasche in den Mund. Ein Baby glüht vor Fieber. Man sagt es ihnen, sie fassen es an und meinen "a bit". Dann wird es mit Baby-Cologne eingeschmiert und weiter ignoriert...
Generell brechen die Kinder sehr sehr oft. Man füttert sie und zehn Minuten später hat man alles auf dem shirt. Nebst den ganzen Kinderxkrementen, die sich dort im Laufe des Nachmittags so ansammeln. Manchmal nimmt man ein Kind raus und die Windeln quillt schon über...sehr sehr unschön...
Eigentlich darf man ja keine Bilder machen, aber Vera und ich haben unter Einsatz unseres Lebens heimlich ein paar Bilder gemacht:
Besonders heftig ist es immer wenn ein neues Baby kommt. Am Dienstag saßen Vera und ich mit unserem lunch draußen, als eine alte Frau mit einem winzig kleinen Bündel Baby mit einer riesigen Wollmütze zum Waisenhaus kam. Hinter ihr lief eine ausgemergelte junge Frau, die eine Plastiktüte trug.
Die Oma hat dann draußen mit dem Baby gewartet und die junge Frau ist mit rein zur Leiterin.
Die junge Frau kam wieder raus und stillte dann mit Tränen in den Augen, die Oma konnte sich auch nur gerade so zusammenreißen.
Die Leiterin kam und erzählte uns, dass die Frau vergewaltigt wurde und das Kind nun abgeben muss.
In der Gesellschaft hier wird die Frau dafür verantwortlich gemacht, dass sie vergewaltigt wurde.Das heißt sie muss das Kind abgeben, weil sie fortan geächtet ist.
Selbst wenn diese Frau ihr Kind hätte behalten wollen und es einfach als ihr eigenes ausgegeben hätte, ist sie immer noch unverheiratet mit Kind, ein absolutes No-Go hier und zweitens ist das Baby weiß, so weiß wie ich bevor ich hier her kam. Wie das kommt können wir uns ja alle denken.
Als ob die ganze Sache nicht schon schlimm genug wäre ist die Mutter taubstumm. In Gebärdensprache hat sie uns, soweit ich das richtig gedeutet habe, gebeten aufzupassen, dass es der Kleinen gut geht und sie nicht so viel weint.
Da wurde die Kleine genommen und nach drinnen gebracht. Und nun liegt sie da, in ihrem Bettchen, mit mittlerweile 15 Lebenstagen und weiß Gott sei Dank noch nicht was ihr lüht. Wenigstens hat sie sehr gute Chancen adoptiert zu werden, da Singhalesen weiße Kinder lieben.
Die Nachmittage sind im Moment nicht ohne. Vera und ich waren die ganze Woche alleine, bzw. an einem Tag war ich sogar ganz alleine.
Rein statistisch schreien mittags von den vierzig Kindern immer 5, 5 brauchen eine neue Windel, 2 sind krank und 2 sind wach und schlagen ihre Köpfe gegen das Gitter oder bewegen sich die ganze Zeit vor und zurück, wie ein gefangenes Tier.
Währenddessen sitzen 8 Mitarbeiterinnen rum und machen,naja nichts. Wenn sie was tun ist es einfach sinnlos. Man füttert gerade ein Baby, das will nicht mehr essen, dann setzt man es auf. Dann kommen die und drücken das Kind wieder runter und stecken ihm die Flasche in den Mund...
Der kleine Suannka hat den ganzen Tag gekotzt. Vera sagt, sie solen ihm besser keine neue Milch geben und was machen sie stecken ihm die Flasche in den Mund. Ein Baby glüht vor Fieber. Man sagt es ihnen, sie fassen es an und meinen "a bit". Dann wird es mit Baby-Cologne eingeschmiert und weiter ignoriert...
Generell brechen die Kinder sehr sehr oft. Man füttert sie und zehn Minuten später hat man alles auf dem shirt. Nebst den ganzen Kinderxkrementen, die sich dort im Laufe des Nachmittags so ansammeln. Manchmal nimmt man ein Kind raus und die Windeln quillt schon über...sehr sehr unschön...
Eigentlich darf man ja keine Bilder machen, aber Vera und ich haben unter Einsatz unseres Lebens heimlich ein paar Bilder gemacht:
Meine erste eigene Klasse
Als ich am Donnerstag in die Schule kam und im Büro der Rektorin nachfragte, wo ich denn hingehen solle, war die Antwort mal wieder: "Anywhere" (wohl das einzige englische Wort, das sie kennt).
Ich hab mich dann auf den Weg gemacht um eine Klasse zu finden, die aussah als ob sie noch jemanden gebrauchen könnten, als der Englischlehrer kam und "no,no" rief.
Er brachte mich dann zu einer Klasse mit 6 Mädchen und einem Jungen, deren Lehrerin krank ist.
Ja, da war ich dann also, mit 7 stark behinderten Mächen und Jungen im Alter von so etwa 12-15.
Glücklicherweise eilte Steve, ein Freiwilliger aus Australien, herbei und wir nahmen die Sache gemeinsam in Angriff.
Völlig ahnunsglos nahm ich also die Plastikzahlen und Buchstabenwürfel aus dem Schrank und wir machten uns daran den Kindern das Zählen auf Englisch beizubringen.
Wie sich herausstellte ein schwieriges Unterfangen, da wir den Kindern zunächst das richtige Zählen auf Singhalesich beibringen mussten.
Dann machten wir weiter mit den englischen Zahlen. Mündlich beherrschten die Kinder die Zahlen wenn man immer neu von one anfing relativ schnell. Wenn man aber einzelne Zahlen auswählte und diese hochhielt wurde wild durcheinander geraten und meistens eben auf Singhalesich.
Ich hatte die Zahlen alle schön der Reihe nach angeschrieben und den englischen Ausdruck dahinter. Ein Junge wollte das dann unbedingt abschreiben, dann wollten wir, dass die anderen das eben auch machen.
Als sie dann machten, stellten wir fest, dass sie die Buchstaben einfach nur genauso abmalten, wie ich sie angeschrieben hatte.
Also mussten Buchstaben her.
Das war nun aber gar nicht so einfach, da viele der Kinder nicht richtig sprechen können und Buchstaben nun mal sehr schwer auseinander zu halten sind.
Nach zwei Stunden konnten aber die meisten zählen und mit viel Hilfe wurde auch das Alphabet richtig aufgesagt und geschrieben.
Die Kinder können sich ja nur eine gewisse Zeit lang konzentrieren und so beschlossen wir draußen ein paar Spiele zu machen. Die Kinder sind total ausgeflippt über die Springseile, die ich mitgebracht habe. Aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen kann diese aber wohl kaum jemand dort benutzen. Die Kinder wollten dann also, dass ich und Steve springen. Mit Flipflops natürlich etwas schwer. Also musste ich mich dieser entledigen und barfuß auf dem Schotter Seilspringen. Wenigstens war es eine gute Zählübung für die Kinder, die brav auf Englisch meine Sprünge zählten.
Wir haben dann Plumssack mit einem Ball gespielt, was die Kinder liebten. Auch das Viereinrennen (andeinandergebundene Füße) fanden sie super. Ich habe noch nie so strahlende Kinderaugen gesehen, wie beim Limbo mit Springseilen.
Anschließend wurden dann noch fleißig Buchstaben, Zahlen und Tiere, die wir den Kindern aufmalten ausgemalt und ich habe versucht die Kinder dazu zu bringen englische Kinderlieder zu singen. Aber sie wollten lieber nur meinem Blockflötengedudel zuhören.
Ich war doch sehr überrascht, als der Englischlehrer uns später erzählte, dass alle Kinder der Klasse Analphabeten sind. Das heißt sie können nicht in ihrer Sprache schreien oder lesen.
Da aber weder Steve noch Ich die singhalesiche Schrift beherrschen beschlossen wir am nächsten Tag einfach die Zahlen zu wiederholen und Buchstaben nun zu Wörtern zu verknüpfen.
"This is an A, as in Ant". Ich hab dann immer einen Gegenstand oder ein Tier gemalt und die Kinder habens dann unter Einsatz all ihrer Kraft ausgemalt. Ich habe noch nie ein Kind so fest aufdrücken sehen. Ich habe die vier Packungen Buntstifte, die ich mitgebracht hatte mindestens zweimal komplett angespitzt.Am Ende hatte ich sogar eine üble Blase am Finger.
Ein Mädchen in der Klasse ist sehr schwierig. Alle nennen sie nur "nasty girl". Sie sitzt in der Klasse und telefoniert lautstark mit ihrem Taschenrechner, fängt einfach an zu essen oder ärgert die anderen Kinder. Wenn ich sie störe nennt sie mich die ganze Zeit "nasty". Ich glaube ich mag sie nicht ;-) Auf Steve hört sie wenigstens ein Bisschen.
Die Kinder kleben ansonsten an unseren Lippen. Die Gummibärchen wurden erstaunt entgegengenommen und auf ihre Essbarkeit überprüft und allen anderen Kindern gezeigt.
Das war auch das erste Mal, dass die Direktorin sich um uns geschert hat. Sie kam, als sie sah, dass viele der Kinder Gummibärchen hatten und sagte nur: "Toffee, Toffee". Als ich sagte: "All gone" und mit der leeren Tüte winkte, war sie richtig beleidigt.
Ich hab mich dann auf den Weg gemacht um eine Klasse zu finden, die aussah als ob sie noch jemanden gebrauchen könnten, als der Englischlehrer kam und "no,no" rief.
Er brachte mich dann zu einer Klasse mit 6 Mädchen und einem Jungen, deren Lehrerin krank ist.
Ja, da war ich dann also, mit 7 stark behinderten Mächen und Jungen im Alter von so etwa 12-15.
Glücklicherweise eilte Steve, ein Freiwilliger aus Australien, herbei und wir nahmen die Sache gemeinsam in Angriff.
Völlig ahnunsglos nahm ich also die Plastikzahlen und Buchstabenwürfel aus dem Schrank und wir machten uns daran den Kindern das Zählen auf Englisch beizubringen.
Wie sich herausstellte ein schwieriges Unterfangen, da wir den Kindern zunächst das richtige Zählen auf Singhalesich beibringen mussten.
Dann machten wir weiter mit den englischen Zahlen. Mündlich beherrschten die Kinder die Zahlen wenn man immer neu von one anfing relativ schnell. Wenn man aber einzelne Zahlen auswählte und diese hochhielt wurde wild durcheinander geraten und meistens eben auf Singhalesich.
Ich hatte die Zahlen alle schön der Reihe nach angeschrieben und den englischen Ausdruck dahinter. Ein Junge wollte das dann unbedingt abschreiben, dann wollten wir, dass die anderen das eben auch machen.
Als sie dann machten, stellten wir fest, dass sie die Buchstaben einfach nur genauso abmalten, wie ich sie angeschrieben hatte.
Also mussten Buchstaben her.
Das war nun aber gar nicht so einfach, da viele der Kinder nicht richtig sprechen können und Buchstaben nun mal sehr schwer auseinander zu halten sind.
Nach zwei Stunden konnten aber die meisten zählen und mit viel Hilfe wurde auch das Alphabet richtig aufgesagt und geschrieben.
Die Kinder können sich ja nur eine gewisse Zeit lang konzentrieren und so beschlossen wir draußen ein paar Spiele zu machen. Die Kinder sind total ausgeflippt über die Springseile, die ich mitgebracht habe. Aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen kann diese aber wohl kaum jemand dort benutzen. Die Kinder wollten dann also, dass ich und Steve springen. Mit Flipflops natürlich etwas schwer. Also musste ich mich dieser entledigen und barfuß auf dem Schotter Seilspringen. Wenigstens war es eine gute Zählübung für die Kinder, die brav auf Englisch meine Sprünge zählten.
Wir haben dann Plumssack mit einem Ball gespielt, was die Kinder liebten. Auch das Viereinrennen (andeinandergebundene Füße) fanden sie super. Ich habe noch nie so strahlende Kinderaugen gesehen, wie beim Limbo mit Springseilen.
Anschließend wurden dann noch fleißig Buchstaben, Zahlen und Tiere, die wir den Kindern aufmalten ausgemalt und ich habe versucht die Kinder dazu zu bringen englische Kinderlieder zu singen. Aber sie wollten lieber nur meinem Blockflötengedudel zuhören.
Ich war doch sehr überrascht, als der Englischlehrer uns später erzählte, dass alle Kinder der Klasse Analphabeten sind. Das heißt sie können nicht in ihrer Sprache schreien oder lesen.
Da aber weder Steve noch Ich die singhalesiche Schrift beherrschen beschlossen wir am nächsten Tag einfach die Zahlen zu wiederholen und Buchstaben nun zu Wörtern zu verknüpfen.
"This is an A, as in Ant". Ich hab dann immer einen Gegenstand oder ein Tier gemalt und die Kinder habens dann unter Einsatz all ihrer Kraft ausgemalt. Ich habe noch nie ein Kind so fest aufdrücken sehen. Ich habe die vier Packungen Buntstifte, die ich mitgebracht hatte mindestens zweimal komplett angespitzt.Am Ende hatte ich sogar eine üble Blase am Finger.
Ein Mädchen in der Klasse ist sehr schwierig. Alle nennen sie nur "nasty girl". Sie sitzt in der Klasse und telefoniert lautstark mit ihrem Taschenrechner, fängt einfach an zu essen oder ärgert die anderen Kinder. Wenn ich sie störe nennt sie mich die ganze Zeit "nasty". Ich glaube ich mag sie nicht ;-) Auf Steve hört sie wenigstens ein Bisschen.
Die Kinder kleben ansonsten an unseren Lippen. Die Gummibärchen wurden erstaunt entgegengenommen und auf ihre Essbarkeit überprüft und allen anderen Kindern gezeigt.
Das war auch das erste Mal, dass die Direktorin sich um uns geschert hat. Sie kam, als sie sah, dass viele der Kinder Gummibärchen hatten und sagte nur: "Toffee, Toffee". Als ich sagte: "All gone" und mit der leeren Tüte winkte, war sie richtig beleidigt.
![]() |
| ich und mein jalua (best friend) Baschi <3 |
Dienstag, 3. Mai 2011
Der ganz normale Wahnsinn
Seit letzter Woche arbeite ich morgens nicht mehr im Kinderheim sondern in meinem eigentlichen Morgen-Projekt der "Dissanayake Junior School for mentally and physically disabled children".
An meinem ersten Tag wurde ich ganz nett aufgenommen und begrüßt.
Der Englischlehrer, der einzige der,wenn auch sehr fehlerbehaftet, Englisch spricht ( und nicht nur versteht) führte mich herum und stellte mich der Direktorin und anderen Lehrer vor.
Das Schulgebäude an sich ist für srilankische Verhältnisse ganz ok.Es gibt mal wieder keine einzelnen Klassenräume sondern die Lerngruppen sind nur durch Holztrennwände separiert.
Richtige Fenster gibt es nicht, die sanitären Anlagen sind naja, Sri Lanka halt.
Spielzeug und Unterichtsmaterialmäßig sind sie ganz gut ausgestattet. Da die Schule vom Tsunami komplett ausgespült und teils niedergerissen wurde sind die meisten Bauteile gespendet und zusammengewürfelt. "We got this from those, that from those, oh yes, that's from a German guy..."
Meine Mitbringsel wurden gleich in einen Glasschrank einsortiert und beschriftet, der Schrank und die Ordnung kommt von einem deutschen Ehepaar.
Einige der Lehrer, unter anderem auch der Co-Direktor, sind selbst körperlich behindert. Indika, ein Kunstlehrer hat völlig umgebogene Füße, der Co-Direktor hat kein Gefühl in den Beinen.
An meinem ersten Tag habe ich dann zusammen mit Indika, der in diesem Fall mein Übersetzer war (er versteht Englisch, kann aber nicht sprechen, sondern schreibt es auf), eine Klasse geistig schwerstbehinderter Jungen beim Malen beaufsichtigt. Ich habe Linien gezeichnet und die Kinder haben es dann ausgemalt. Nach etwa 30 Bildern gingen mir echt die Ideen aus, sodass ich die Kinder sogar Igel malen ließ, ein Tier, welches es hier definitiv nicht gibt.
Erstaunlich hoch im Kurs war die Annanas. Alle schrien lauthals "Annasi!!!!".
Generell sind die Klassen in der Schule nach dem geistigen Zustand der Kinder eingeteilt. Es kommt also durchaus vor, dass 17-Jährige mit 10-Jährigen in einer Klasse sind.
In der Klasse vom ersten Tag waren zwei Down-Syndrom Jungen, die sogar älter als ich waren, aber wie 14 aussahen.
Die Konzentrationsspanne ist sehr kurz bei den Kindern. Die meisten sind so stark beeinträchtigt, oft sowohl körperlich als auch geistig, dass die meisten gar nicht ihren Namen wissen.
Man kann eine Aktivität immer nur für höchstens 20min durchziehen, danach ist dieKonzentration aufgebracht und alle springen auf, rennen herum müssen zur Toilette usw.
Die einen malen ein Bild ganz ordentlich aus, andere malen einfach das ganze Blatt und alles um sie herum an.
Alleine kann man so eine Bande gar nicht bändigen, da muss mindestens mal jemand dabei sein, der mehr Sinhala als "Epa" beherrscht um die Kinder wenigstens davon abzuhalten sich ständig zu hauen.
An meinem ersten Tag ernannte man mich zur neuen Musiklehrerin, da die alte kürzlich in den Ruhestand gegangen ist und sagte, ich könne am Montag mit eigenem Stundenplan anfangen.
Als ich am Montag wieder kam gab man mir den Schlüssel zum Musikraum, ich sollte mir mal einen Überblick über den Vorrat an Instrumenten machen.
Ich war gerade dabei ein paar Tische zusammen- und Stühle aufzubauen nachdem ich die Geigensaiten neu aufgezogen und gestimmt hatte, als ein Lehrer mit einem Mann reinkam und die Schränke, die ich gerade feinsäuberlich sortiert hatte, ausräumte.
Sie zählten dann alle Instrumente und schrieben die Mengen auf. Dann kamen die Direktorin, der Codirektor und zwei Kinder hinzu und es wurde erstmal eine Stunde in Sinhala geplaudert. Ich saß da und hatte keine Ahnung was vor sich geht. Am Ende der Plauderei eröffnete man mir, dass der zweite Mann der neue Musiklehrer sei.
Er würde morgen anfangen und ich solle ihm helfen. Nett, dass der Mann kein Wort Englisch spricht.
Er nahm dann, wieder meines Protestes die frischreparierte Geige aus dem Kasten und drehte an den Wirbeln. Ergebniss, Saiten reissen wieder....toll!
Dann gab es wieder eine Diskussion zwischen dem Grüppchen. Ich fragte was das Ergebnis sei, man sagte mir man müsse erst darüber nachdenken, wie lange die Kinder laufen können.
Häh ??????
Man erklärte mir dann, dass die Kinder zwar 1,5 Kilometer, aber nicht 2 laufen können, weil, vielleicht hätte ich das schon gemerkt, sie seien nicht so ganz normal...
Bitte ???
Dann sagte der Lehrer, ja in der Parade, da wollen die, dass die Kinder viel laufen...
Nach viel hin und her erfuhr ich dann, dass es jdes Jahr eine Parade, bei derKinder aus der Schule mit Trommen mitlaufen und dafür sollen sie in Musik üben...Meine Güte, was ein Krampf...
Heute morgen bin ich dann gleich Richtung Musikraum und wollte mit dem Unterrich starten, doch keiner da.
Der Lehrer hat in einer anderen Klasse mit Kindern gemalt.Da den ganzen Tag niemand dort hin kam und weder Direktorin noch Codirektor auf meine Nachfrage hin keine Anstalten machten mich irgendwo hin zu schicken, bin ich dann einfach in eine der Vorschulklassen und habe mit den Kleinen gemalt, gebastelt und Seifenblasen fliegen lassen.
Die meiste Zeit verbringt man aber in den Klassen damit,sich vor den Schlägen der Kleinen zu ducken. Sie wissen nicht, dass Hauen keine angemessene Zuneigungsbekundeung ist und können nicht verstehen, dass ich es nicht mag, wenn sie mich beißen, mir irgendwas auf den Kopf oder Rücken hauen oder mir in die Arme beißen.
Weiterhin werde ich von den Kindern als Abtrockentuch, Malpapier und Stuhl benutzt.
Alles in Allem ist die Arbeit extrem anstrengend. Die Kleinen haben zwar ihre Eltern dabei, da sie seit dem Tsunami große Angst haben ihre Kinder alleine zu lassen, aber die können die Kleinen nur bedingt ruhig halten.
Manche wollen auch nicht, dass die Weiße mit ihren Kindern spielt.Andere sind ganz begeistert.
Die Kinder sind sehr süß. Zum Abschied küssen sie mir, wie den anderen Lehrern die Füße und rufen "Ayubowan, teacher !".
Die Arbeit an sich ist eigentlich echt sinnlos. Heute habe ich eine Stunde lang Papierkügelchen auf Blätter geklebt.Die Lehrerin in der Klasse wollte unbedingt, dass die Kinder das machen. Aber die haben sich gar nicht an mir gestört und haben weiter Quatsch gemacht. Außer klebrige Finger ist also wenig rumgekommen.
Es gibt eine ziemlich große Zahl an Personal. Aber keinen der mich braucht. Die Lehrer können nicht mit mir kommunizieren, also lassen sie es und ich weiß meistens nicht was ich machen soll.
Als ich heute die Seifenblasen und Ballons ausgepackt habe, habe ich regelrecht einen Tumult verursacht. Seifenblasen gibt es hier nicht und für Ballons gibt es kein Geld.
Die Kinder kommen immer zu mir und reiben meine Arme und riechen an meiner Haut. Sie denken, die Farbe müsse irgendwie abgehen.
An meinem ersten Tag wurde ich ganz nett aufgenommen und begrüßt.
Der Englischlehrer, der einzige der,wenn auch sehr fehlerbehaftet, Englisch spricht ( und nicht nur versteht) führte mich herum und stellte mich der Direktorin und anderen Lehrer vor.
Das Schulgebäude an sich ist für srilankische Verhältnisse ganz ok.Es gibt mal wieder keine einzelnen Klassenräume sondern die Lerngruppen sind nur durch Holztrennwände separiert.
Richtige Fenster gibt es nicht, die sanitären Anlagen sind naja, Sri Lanka halt.
Spielzeug und Unterichtsmaterialmäßig sind sie ganz gut ausgestattet. Da die Schule vom Tsunami komplett ausgespült und teils niedergerissen wurde sind die meisten Bauteile gespendet und zusammengewürfelt. "We got this from those, that from those, oh yes, that's from a German guy..."
Meine Mitbringsel wurden gleich in einen Glasschrank einsortiert und beschriftet, der Schrank und die Ordnung kommt von einem deutschen Ehepaar.
Einige der Lehrer, unter anderem auch der Co-Direktor, sind selbst körperlich behindert. Indika, ein Kunstlehrer hat völlig umgebogene Füße, der Co-Direktor hat kein Gefühl in den Beinen.
An meinem ersten Tag habe ich dann zusammen mit Indika, der in diesem Fall mein Übersetzer war (er versteht Englisch, kann aber nicht sprechen, sondern schreibt es auf), eine Klasse geistig schwerstbehinderter Jungen beim Malen beaufsichtigt. Ich habe Linien gezeichnet und die Kinder haben es dann ausgemalt. Nach etwa 30 Bildern gingen mir echt die Ideen aus, sodass ich die Kinder sogar Igel malen ließ, ein Tier, welches es hier definitiv nicht gibt.
Erstaunlich hoch im Kurs war die Annanas. Alle schrien lauthals "Annasi!!!!".
Generell sind die Klassen in der Schule nach dem geistigen Zustand der Kinder eingeteilt. Es kommt also durchaus vor, dass 17-Jährige mit 10-Jährigen in einer Klasse sind.
In der Klasse vom ersten Tag waren zwei Down-Syndrom Jungen, die sogar älter als ich waren, aber wie 14 aussahen.
Die Konzentrationsspanne ist sehr kurz bei den Kindern. Die meisten sind so stark beeinträchtigt, oft sowohl körperlich als auch geistig, dass die meisten gar nicht ihren Namen wissen.
Man kann eine Aktivität immer nur für höchstens 20min durchziehen, danach ist dieKonzentration aufgebracht und alle springen auf, rennen herum müssen zur Toilette usw.
Die einen malen ein Bild ganz ordentlich aus, andere malen einfach das ganze Blatt und alles um sie herum an.
Alleine kann man so eine Bande gar nicht bändigen, da muss mindestens mal jemand dabei sein, der mehr Sinhala als "Epa" beherrscht um die Kinder wenigstens davon abzuhalten sich ständig zu hauen.
An meinem ersten Tag ernannte man mich zur neuen Musiklehrerin, da die alte kürzlich in den Ruhestand gegangen ist und sagte, ich könne am Montag mit eigenem Stundenplan anfangen.
Als ich am Montag wieder kam gab man mir den Schlüssel zum Musikraum, ich sollte mir mal einen Überblick über den Vorrat an Instrumenten machen.
Ich war gerade dabei ein paar Tische zusammen- und Stühle aufzubauen nachdem ich die Geigensaiten neu aufgezogen und gestimmt hatte, als ein Lehrer mit einem Mann reinkam und die Schränke, die ich gerade feinsäuberlich sortiert hatte, ausräumte.
Sie zählten dann alle Instrumente und schrieben die Mengen auf. Dann kamen die Direktorin, der Codirektor und zwei Kinder hinzu und es wurde erstmal eine Stunde in Sinhala geplaudert. Ich saß da und hatte keine Ahnung was vor sich geht. Am Ende der Plauderei eröffnete man mir, dass der zweite Mann der neue Musiklehrer sei.
Er würde morgen anfangen und ich solle ihm helfen. Nett, dass der Mann kein Wort Englisch spricht.
Er nahm dann, wieder meines Protestes die frischreparierte Geige aus dem Kasten und drehte an den Wirbeln. Ergebniss, Saiten reissen wieder....toll!
Dann gab es wieder eine Diskussion zwischen dem Grüppchen. Ich fragte was das Ergebnis sei, man sagte mir man müsse erst darüber nachdenken, wie lange die Kinder laufen können.
Häh ??????
Man erklärte mir dann, dass die Kinder zwar 1,5 Kilometer, aber nicht 2 laufen können, weil, vielleicht hätte ich das schon gemerkt, sie seien nicht so ganz normal...
Bitte ???
Dann sagte der Lehrer, ja in der Parade, da wollen die, dass die Kinder viel laufen...
Nach viel hin und her erfuhr ich dann, dass es jdes Jahr eine Parade, bei derKinder aus der Schule mit Trommen mitlaufen und dafür sollen sie in Musik üben...Meine Güte, was ein Krampf...
Heute morgen bin ich dann gleich Richtung Musikraum und wollte mit dem Unterrich starten, doch keiner da.
Der Lehrer hat in einer anderen Klasse mit Kindern gemalt.Da den ganzen Tag niemand dort hin kam und weder Direktorin noch Codirektor auf meine Nachfrage hin keine Anstalten machten mich irgendwo hin zu schicken, bin ich dann einfach in eine der Vorschulklassen und habe mit den Kleinen gemalt, gebastelt und Seifenblasen fliegen lassen.
Die meiste Zeit verbringt man aber in den Klassen damit,sich vor den Schlägen der Kleinen zu ducken. Sie wissen nicht, dass Hauen keine angemessene Zuneigungsbekundeung ist und können nicht verstehen, dass ich es nicht mag, wenn sie mich beißen, mir irgendwas auf den Kopf oder Rücken hauen oder mir in die Arme beißen.
Weiterhin werde ich von den Kindern als Abtrockentuch, Malpapier und Stuhl benutzt.
Alles in Allem ist die Arbeit extrem anstrengend. Die Kleinen haben zwar ihre Eltern dabei, da sie seit dem Tsunami große Angst haben ihre Kinder alleine zu lassen, aber die können die Kleinen nur bedingt ruhig halten.
Manche wollen auch nicht, dass die Weiße mit ihren Kindern spielt.Andere sind ganz begeistert.
Die Kinder sind sehr süß. Zum Abschied küssen sie mir, wie den anderen Lehrern die Füße und rufen "Ayubowan, teacher !".
Die Arbeit an sich ist eigentlich echt sinnlos. Heute habe ich eine Stunde lang Papierkügelchen auf Blätter geklebt.Die Lehrerin in der Klasse wollte unbedingt, dass die Kinder das machen. Aber die haben sich gar nicht an mir gestört und haben weiter Quatsch gemacht. Außer klebrige Finger ist also wenig rumgekommen.
Es gibt eine ziemlich große Zahl an Personal. Aber keinen der mich braucht. Die Lehrer können nicht mit mir kommunizieren, also lassen sie es und ich weiß meistens nicht was ich machen soll.
Als ich heute die Seifenblasen und Ballons ausgepackt habe, habe ich regelrecht einen Tumult verursacht. Seifenblasen gibt es hier nicht und für Ballons gibt es kein Geld.
Die Kinder kommen immer zu mir und reiben meine Arme und riechen an meiner Haut. Sie denken, die Farbe müsse irgendwie abgehen.
Sonntag, 1. Mai 2011
Wenn man feststellt, dass...
man die Welt nicht verändern kann, dann ist das hart.
Man verlässt nach 12,5 Jahren die Schule, hat einen genauen Plan von Allem und nichts kann einen stoppen.
Man glaubt man hat schon viel gesehen, glaubt man weiß wie andere Kulturen funktionieren und macht Pläne über Pläne.
Ja Pläne kann man viele machen bevor man nach Sri Lanka kommt, aber mitzunehmen braucht man sie nicht.
Denn eigentlich ist immer alles anders, als man es sich vorgestellt und geplant hat.
Man glaubt man arbeitet in einem Waisenheim und einer Schule für behinderte Waisenkinder und wo landet man ? Zunächst in einem Waisenhaus mit Babys und dann in einem Heim für behinderte Erwachsene. Erst nach viel Einsatz und Organisationsgeschick habe ich es jetzt geschafft am Morgen in der Schule unterrichten zu können und dann ab Mittag bei den Waisen arbeiten zu können.
Man glaubt man ist mental auf alles vorbereitet. Glaubt einfache Lebensbedingungen, Dreck und Armut können einem nichts anhaben. Doch spätestens wenn man nachts die Ratten hört und Kakerlaken und Bettwanzen im Bett hat ist der Spaß vorbei.
Wenn morgens Mütter barfuß ihre schwerstbehinderten Kinder in die Schule bringen, deren Schuluniformen vor Dreck stehen, da sie das einzige sind, was sie an Kleidung haben und Neugeborene verzweifelt nach Luft schnappen, weil sie so stark erkältet sind, dann, dann ist jede Vorbereitung egal und man möchte einfach nur noch weinen.
Man glaubt die Hitze kann einem nichts anhaben, freut sich sogar über die Wärme. Doch wenn man dann um zwei Uhr nachts immer noch hellwach unter seinem Moskitonetz liegt, weil das Zimmer auf Grund von Fensterlosigkeit und geschlossener Tür wegen Rattengefahr, einer Sauna gleicht, dann wünscht man sich man wäre in Alaska.
Man denkt man sei in der Lage emotional Abstand zu halten und dass man das alles packen kann. Wenn man dann aber in seinem Bett liegt und der Babygeruch den Modergeruch der Matratze überdeckt und das Schreien der Babys nicht aus den Ohren gehen will. Wenn man pausenlos darüber nachdenkt, ob man das kranke Baby morgen nochmal sehen und ob das autistische Mädchen jemals eine Familie finden wird, merkt man, dass das nicht so einfach ist.
Die Arbeit hier ist hart, täglich stößt man an seine Grenzen. Und die Grenzen scheinen täglich eher noch näher heran zu rücken, als sich weiter von einem zu entfernen.
Wenn man unter so starkem Schlafentzug steht und eine Erkältung mit sich heruum schleppt und die Haut gegen die Mischung aus Moskitospray und Sonnencreme rebelliert fällt es einem nicht so leicht so manche Dinge wegzustecken.
Diese Woche haben sich viele schlimme Dinge gehäuft.
Im Waisenhaus hatten wir Freiwillige einen riesigen Streit mit der Leiterin. Am Vortag hatten die beiden Letzten von uns einen Pack Windeln vergessen. Dieser war am nächsten Tag verschwunden. Da als wir kamen alle Babys in Stoffwindeln waren und ihre Betten völlig eingenässt und verschmutzt waren, waren die Windeln offensichtilich mal wieder gestohlen und nicht verwendet worden.
Auch eineiges an Spielzeug, welches die Kinder bekommen hatten, war schon wieder nicht mehr da.
Das Personal, das einen ohnehin nicht versteht, wohl auch nicht verstehen will, wusste mal wieder gar nicht, was wir wollen.
Wir erhofften uns Hilfe von der Leiterin und sprachen sie auf die Situation an. Diese konnte das ja so gar nicht vertstehen. Wir baten sie lediglich darum, ihr Personal zu disziplinieren und diese daauf hinzuweisen, dass das Stehlen von Waisen keine feine Art ist.
Darauf hin meinte sie, die Pampers seien ohnehin total schlecht, die Kinder bekämen darin Wunde Popos und verbot uns fortan Windeln mitzubringen. Als wir versuchten ihr zu erklären, dass es eher Stoffwindeln sind, die diesen Schaden anrichten und dass sie dann auch mal die Bettücher wechseln müssten, wenn die Kinder fortan nicht den ganzen Tag in ihren eigenen Exkrementen liegen sollen, rief sie unseren Gastvater an und wollte uns alle rauswerfen.
So ein doofer Streit ist natürlich nicht nur überflüssig, sondern macht einen richtig wütend. Da kommt man dort hin, gibt massenweise Geld für Pampers aus, damit die Kinder wenigstens nicht immer im Nassen liegen, ist der einzige der sich (zumal auch noch unentgeltlich) ordentlich um die Kinder kümmert und muss dann dafür kämpfen, dass man dort weiterhin arbeiten kann, während andere fürs Stehlen und Rumsitzen bezahlt werden.
Am selben Tag kam dann auch noch ein neues Mädchen ins Heim. Ihr Vater muss alle seine vier Kinder abgeben, da seine Frau mit einem anderen Mann abgehauen ist und er kein Zuhause mehr hat. Die Kleine, wohl so etwa 3 Jahre, ist seit diesemm Tag völli durch den Wind. Niemand kann sie beruhigen. Mit leerem Blick klammert sie sich völlif depressiv an das nächstebeste Bein und weint sich die Seele aus dem Leib.
Der Schmerz, den dieses Kind fühlen muss, ist wohl unbeschreiblich groß.
Wäre sie eines der kleinen Babys könnte sie das wegstecken. Aber so ist sie sich eben der ganzen Situation genau bewusst. Sie kann nicht verstehen warum ihr Vater einfach wegging und sie nicht mehr mit ihren Geschwistern zusammen sein kann. Wie soll sie verstehen, dass man sie alleine lassen muss in einer neuen Umgebung mit fremden Menschen und vielen anderen Kindern, die wenig Rücksicht auf ihre Trauer nehmen ?
Morgen mehr....
Man verlässt nach 12,5 Jahren die Schule, hat einen genauen Plan von Allem und nichts kann einen stoppen.
Man glaubt man hat schon viel gesehen, glaubt man weiß wie andere Kulturen funktionieren und macht Pläne über Pläne.
Ja Pläne kann man viele machen bevor man nach Sri Lanka kommt, aber mitzunehmen braucht man sie nicht.
Denn eigentlich ist immer alles anders, als man es sich vorgestellt und geplant hat.
Man glaubt man arbeitet in einem Waisenheim und einer Schule für behinderte Waisenkinder und wo landet man ? Zunächst in einem Waisenhaus mit Babys und dann in einem Heim für behinderte Erwachsene. Erst nach viel Einsatz und Organisationsgeschick habe ich es jetzt geschafft am Morgen in der Schule unterrichten zu können und dann ab Mittag bei den Waisen arbeiten zu können.
Man glaubt man ist mental auf alles vorbereitet. Glaubt einfache Lebensbedingungen, Dreck und Armut können einem nichts anhaben. Doch spätestens wenn man nachts die Ratten hört und Kakerlaken und Bettwanzen im Bett hat ist der Spaß vorbei.
Wenn morgens Mütter barfuß ihre schwerstbehinderten Kinder in die Schule bringen, deren Schuluniformen vor Dreck stehen, da sie das einzige sind, was sie an Kleidung haben und Neugeborene verzweifelt nach Luft schnappen, weil sie so stark erkältet sind, dann, dann ist jede Vorbereitung egal und man möchte einfach nur noch weinen.
Man glaubt die Hitze kann einem nichts anhaben, freut sich sogar über die Wärme. Doch wenn man dann um zwei Uhr nachts immer noch hellwach unter seinem Moskitonetz liegt, weil das Zimmer auf Grund von Fensterlosigkeit und geschlossener Tür wegen Rattengefahr, einer Sauna gleicht, dann wünscht man sich man wäre in Alaska.
Man denkt man sei in der Lage emotional Abstand zu halten und dass man das alles packen kann. Wenn man dann aber in seinem Bett liegt und der Babygeruch den Modergeruch der Matratze überdeckt und das Schreien der Babys nicht aus den Ohren gehen will. Wenn man pausenlos darüber nachdenkt, ob man das kranke Baby morgen nochmal sehen und ob das autistische Mädchen jemals eine Familie finden wird, merkt man, dass das nicht so einfach ist.
Die Arbeit hier ist hart, täglich stößt man an seine Grenzen. Und die Grenzen scheinen täglich eher noch näher heran zu rücken, als sich weiter von einem zu entfernen.
Wenn man unter so starkem Schlafentzug steht und eine Erkältung mit sich heruum schleppt und die Haut gegen die Mischung aus Moskitospray und Sonnencreme rebelliert fällt es einem nicht so leicht so manche Dinge wegzustecken.
Diese Woche haben sich viele schlimme Dinge gehäuft.
Im Waisenhaus hatten wir Freiwillige einen riesigen Streit mit der Leiterin. Am Vortag hatten die beiden Letzten von uns einen Pack Windeln vergessen. Dieser war am nächsten Tag verschwunden. Da als wir kamen alle Babys in Stoffwindeln waren und ihre Betten völlig eingenässt und verschmutzt waren, waren die Windeln offensichtilich mal wieder gestohlen und nicht verwendet worden.
Auch eineiges an Spielzeug, welches die Kinder bekommen hatten, war schon wieder nicht mehr da.
Das Personal, das einen ohnehin nicht versteht, wohl auch nicht verstehen will, wusste mal wieder gar nicht, was wir wollen.
Wir erhofften uns Hilfe von der Leiterin und sprachen sie auf die Situation an. Diese konnte das ja so gar nicht vertstehen. Wir baten sie lediglich darum, ihr Personal zu disziplinieren und diese daauf hinzuweisen, dass das Stehlen von Waisen keine feine Art ist.
Darauf hin meinte sie, die Pampers seien ohnehin total schlecht, die Kinder bekämen darin Wunde Popos und verbot uns fortan Windeln mitzubringen. Als wir versuchten ihr zu erklären, dass es eher Stoffwindeln sind, die diesen Schaden anrichten und dass sie dann auch mal die Bettücher wechseln müssten, wenn die Kinder fortan nicht den ganzen Tag in ihren eigenen Exkrementen liegen sollen, rief sie unseren Gastvater an und wollte uns alle rauswerfen.
So ein doofer Streit ist natürlich nicht nur überflüssig, sondern macht einen richtig wütend. Da kommt man dort hin, gibt massenweise Geld für Pampers aus, damit die Kinder wenigstens nicht immer im Nassen liegen, ist der einzige der sich (zumal auch noch unentgeltlich) ordentlich um die Kinder kümmert und muss dann dafür kämpfen, dass man dort weiterhin arbeiten kann, während andere fürs Stehlen und Rumsitzen bezahlt werden.
Am selben Tag kam dann auch noch ein neues Mädchen ins Heim. Ihr Vater muss alle seine vier Kinder abgeben, da seine Frau mit einem anderen Mann abgehauen ist und er kein Zuhause mehr hat. Die Kleine, wohl so etwa 3 Jahre, ist seit diesemm Tag völli durch den Wind. Niemand kann sie beruhigen. Mit leerem Blick klammert sie sich völlif depressiv an das nächstebeste Bein und weint sich die Seele aus dem Leib.
Der Schmerz, den dieses Kind fühlen muss, ist wohl unbeschreiblich groß.
Wäre sie eines der kleinen Babys könnte sie das wegstecken. Aber so ist sie sich eben der ganzen Situation genau bewusst. Sie kann nicht verstehen warum ihr Vater einfach wegging und sie nicht mehr mit ihren Geschwistern zusammen sein kann. Wie soll sie verstehen, dass man sie alleine lassen muss in einer neuen Umgebung mit fremden Menschen und vielen anderen Kindern, die wenig Rücksicht auf ihre Trauer nehmen ?
Morgen mehr....
Donnerstag, 28. April 2011
Ein Mal durch ganz Sri Lanka in vier Tagen
5.30 Uhr in Galle: Ich breche zusammen mit meinem Gastvater auf um in vier Tagen alle großen Sehenswürdigkeiten Sri Lankas zu erkunden. Es regnet in Strömen, unglaublich heiß ist es aber natürlich trotzdem.
Nun muss man wissen, wenn man in Sri Lanka in einen Van einsteigt, dann fährt man mindestens sechs Stunden ohne ein Mal anzuhalten. Der Singhalese geht anscheinend nie zur Toilette und alle zwei Stunden Pause machen ist anscheinend auch nur was für uns Europäer.
Also polterten wir vier Stunden ohne Unterbrechung im strömenden Regen die „Straße“ in Richtung Pinnuwala herauf um zwei Freiwillige abzuholen, die dort im Elefantenwaisenhaus arbeiten.
Wir hielten nur an, weil ich nach vier Stunden einfach nicht mehr anhalten konnte und bettelte, ob wir doch bitte mal irgendwo alt machen könnten.
Wenn man aber dann die Tür der sri lankischen öffentlichen Toiletten aufmacht überlegt man doch ein zweites Mal ob man wirklich zur Toilette muss.
Die Löcher im Boden, ohne Spülung, sind dann doch etwas ungewohnt ;-)
In Pinnuwala angekommen luden wir nur schnell Amanda und Sisal ein und weiter ging die Fahrt Richtung Sigirya.
Sigirya ist ein riesiger Fels, hab vergessen wie hoch, auf dem und auch rundherum ein König damals ein Königreich mit etlichen Gebäuden und Tempeln errichtet hat. Besonders sehenswert sind die originalen Bemalungen der Höhlen im Fels. Die Bemalungen zeigen die 500 Frauen im Harem des Königs.
Der Aufstieg war für mich nicht so einfach. Nicht weil, wie unser guide meinte ich nicht so fit sei, sondern die 3200 klitzekleinen nassen Stufen, die auf den Felsen heraufführen, an der Außenseite befestigt sind und man genau sieht wie weit man sich vom Grund entfernt..
Letztendlich habe ich es aber geschafft und konnte einen atemberaubenden Blick auf die immergrüne Landschaft des Landesinneren werfen.
Der König hat tatsächlich ganz oben auf diesem Fels ein ganzes Königreich gebaut, von dem zwar jetzt nur noch Ruinen da sind, welches aber wunderschön und majestätisch gewesen sein muss. Es gab dort oben sogar mehrere Pools für seine Haremsdamen.
Im Hotel angekommen machten wir im Bad Bekanntschaft mit kleinen Babyfröschen, dicken fetten Käfern und natürlich haufenweise Moskitos, aber an die hat man sich ja mittlerweile gewöhnt.
Am nächsten Tag besuchten wir dann Anuandhapura, die erste Hauptstadt Sri Lankas und Heimat des ältesten Tempels Sri Lankas. Am Tag zuvor hatte es ja so stark geregnet und so bahnten wir uns mit dem Van unseren Weg über überflutete Pfade.
Ich glaube ich war noch nie irgendwo wo es so heiß war wie in Sigirya. Die Sonne brannte vom Himmel und kein Lüftchen ging.
Wir besuchten nicht nur den ältesten Tempel Sri Lankas sondern auch den Platz des heiligen Baumes, der 2400 Jahre alt sein soll, die größte Dagoba der Welt, den ersten Tempel des Zahnes und einige weitere Sachen die unser unglaublich nerviger Guide (der nachdem er wusste, dass ich Deutsche bin, jeden Begriff in grauselig schlechtes Deutsch übersetzte, und einfach nicht damit aufhörte, obwohl ich hundert mal beteuert habe, dass ich alles verstehe).
Buddhisten aus ganz Sri Lanka pilgern nach Anuandhapura um beim heiligen Baum ihre Wünsche vorzubringen und im Tempel zu beten. Man sieht sehr viele Mönche und Nonnen in ihren orangenen Gewändern, die Buddha Milchreis und Lotusblumen bringen.
Nach einem langen Tag sind wir dann abends wieder in unser Hotel zurück und wiederum am nächsten Morgen früh aufgebrochen um die Tempelanlage in Dambulla zu besichtigen. Diese besteht aus fünf Höhlen, die als Tempel angelegt sind. Es gibt viele wunderschön verzierte Buddhastatuen. Jeweils eine sehr große, die liegt und hunderte die aufrecht stehen.
Die Wände sind mit wunderschönen Malereien verziert. Alles in Allem ist der Buddhismus eine wirklich große Sache.
Die Nachwirkungen des Buddhistischen Neujahrsfestes sind immer noch zu spüren, an jeder Ecke gibt es Tempel, die buddhistische Flagge ist omnipräsent.
Deshalb sind auch die meisten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas einfach Tempelanlagen oder heilige buddhistische Orte, die aber alle extrem schön sind und eine ganz ruhige, kontemplative (la3 vor ;-) Ausstrahlung haben.
Den vierten Tag haben wir fast komplett im Van verbracht. Im Affenzahn sind wir die Serpentinen des sri lankischen Hochlands hochgerast. Es ging höher und höher und höher, mittendrin gingen sogar meine Ohren zu. Wir fuhren durch die ganzen Teeplantagen, die das Hochland bedecken. Hunderte Frauen krabbeln in den Teeplantagen umher, bepackt mit riesigen Säcken, in denen sie die Teeblätter sammeln. Ab und zu fährt ein LKW vorbei, der in einer Art Metallkäfig die Arbeiter von einem Feld zum anderen fährt. Je höher man kommt umso mehr Blumen sieht man. Alle paar Meter springt ein Blumenverkäufer auf die Straße und möchte den Insassen der Touristenvans Sträuße andrehen. Die Vanfahrer sind das mittlerweile schon so gewöhnt, dass sie noch nicht mal abbremsen.
Am letzten Tag waren wir auch in Nuwara Eliya, auch little London, genannt. Diese ehemalige Kolonialstadt der Engländer ist die einzige Stadt in Sri Lanka, in der es jeden Tag kalt (also im Sinne von 18-20°C) ist.
Dementsprechend zog unser Fahrer auch gleich eine dicke Wollmütze an.
Die Singhalesen in Nuwara Eliya trugen alle dicke Fleecjacken, Winterstiefel, die Kinder waren eingepackt in Schals und Wollmützen.
Nuwara Eliya ist auch der einzige Ort in Sri Lanka an dem Erdbeeren gedeihen.
Deshalb ist dort alles voll mit Erdbeerwerbung, jedes Restaurant hat ein Schild mit seinen Erdbeerangeboten draußen. Dann machten wir uns auf den Heimweg. 3 Stunden bis nach Pinnuwala und dann noch mal 6 Stunden durch die stockdustere Nacht über die Ruckelpiste nach Galle. Autofahren ist in Sri Lanka nachts einfach noch viel bedrohlicher, bzw. sieht zumindest so aus. Wenn einem auf der eigenen Spur 5 Lichter entgegenkommen ist das doch sehr gruselig….
Ich hab also erst mal genug vom Autofahren und das nächste Wochenende wird komplett am Strand verbracht.
Abonnieren
Kommentare (Atom)

























